Ist ein Handy umweltverträglich

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Handys und Nachhaltigkeit: Wie können wir die Umweltbelastung reduzieren?

In der heu­ti­gen Zeit sind Han­dys zu einem unver­zicht­ba­ren Teil unse­res All­tags gewor­den. Sie die­nen nicht nur als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, son­dern auch als Orga­ni­zer, Kame­ra, Musik­play­er und vie­les mehr. Doch wie nach­hal­tig ist ein Han­dy eigent­lich?

Ein wich­ti­ger Aspekt der Nach­hal­tig­keit ist die Her­stel­lung eines Pro­dukts. Bei der Pro­duk­ti­on von Han­dys wer­den vie­le Res­sour­cen wie Metal­le, Kunst­stof­fe und sel­te­ne Erden benö­tigt. Die­se wer­den oft unter frag­wür­di­gen Bedin­gun­gen abge­baut und ver­ur­sa­chen Umwelt­ver­schmut­zung sowie sozia­le Pro­ble­me in den Abbau­ge­bie­ten.

Auch die kur­ze Lebens­dau­er von Han­dys trägt zur Umwelt­be­las­tung bei. Vie­le Men­schen erset­zen ihre Gerä­te bereits nach weni­gen Jah­ren, obwohl sie tech­nisch noch ein­wand­frei funk­tio­nie­ren. Dies führt zu einer hohen Men­ge an Elek­tro­schrott, der oft unsach­ge­mäß ent­sorgt wird und somit die Umwelt belas­tet.

Ein wei­te­rer Fak­tor ist die Ener­gie­ef­fi­zi­enz von Han­dys. Vie­le Model­le ver­brau­chen viel Strom und müs­sen häu­fig auf­ge­la­den wer­den. Dies führt zu einem erhöh­ten Ener­gie­ver­brauch und somit zu einer höhe­ren Belas­tung für die Umwelt.

Handys belasten die Umwelt

Um die Nach­hal­tig­keit von Han­dys zu ver­bes­sern, gibt es jedoch eini­ge Ansät­ze. Zum einen kön­nen Her­stel­ler ver­stärkt auf Recy­cling­ma­te­ria­li­en set­zen und fai­re Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen sicher­stel­len. Zudem soll­ten Han­dys län­ger genutzt wer­den, indem man sie repa­riert oder gebraucht kauft.

Auch der Ein­satz erneu­er­ba­rer Ener­gien beim Laden der Gerä­te kann einen Bei­trag zur Nach­hal­tig­keit leis­ten. Zudem soll­ten Nut­ze­rin­nen und Nut­zer bewusst mit ihrem Han­dy umge­hen, indem sie bei­spiels­wei­se unnö­ti­ge Apps schlie­ßen oder den Ener­gie­spar­mo­dus nut­zen.

Ins­ge­samt ist ein Han­dy nicht per se nach­hal­tig, jedoch gibt es Mög­lich­kei­ten, die Nach­hal­tig­keit zu ver­bes­sern. Es liegt an uns allen, bewuss­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und Ver­ant­wor­tung für unse­ren Kon­sum zu über­neh­men. Denn nur so kön­nen wir lang­fris­tig eine nach­hal­ti­ge­re Nut­zung von Han­dys errei­chen.

Wie viel Strom verbraucht mein Handy?

Der Strom­ver­brauch eines Han­dys kann je nach Nut­zung und Modell vari­ie­ren. Im Durch­schnitt ver­braucht ein Smart­phone im Stand­by-Modus etwa 2–4 Watt pro Stun­de. Bei inten­si­ver Nut­zung, wie bei­spiels­wei­se dem Sur­fen im Inter­net oder dem Abspie­len von Vide­os, kann der Ver­brauch auf bis zu 10 Watt pro Stun­de anstei­gen.

Um den monat­li­chen Strom­ver­brauch zu berech­nen, müss­te man also die durch­schnitt­li­che täg­li­che Nut­zungs­zeit des Han­dys mit dem jewei­li­gen Ver­brauch mul­ti­pli­zie­ren und das Ergeb­nis mit der Anzahl der Tage im Monat mul­ti­pli­zie­ren.

Es ist jedoch wich­tig anzu­mer­ken, dass der Strom­ver­brauch eines Han­dys im Ver­gleich zu ande­ren elek­tro­ni­schen Gerä­ten rela­tiv gering ist. Den­noch kann es sinn­voll sein, das Han­dy regel­mä­ßig auf­zu­la­den und den Lade­vor­gang nicht unnö­tig zu ver­län­gern, um Ener­gie zu spa­ren.

Elektronik

Seltene und wertvolle Materialien werden verbaut

Ein Han­dy besteht aus einer Viel­zahl von Mate­ria­li­en, dar­un­ter Metal­le, Kunst­stof­fe und Glas. Hier sind eini­ge der wich­tigs­ten Mate­ria­li­en, die in einem typi­schen Smart­phone ver­wen­det wer­den:

  1. Metal­le: Han­dys ent­hal­ten ver­schie­de­ne Metal­le wie Alu­mi­ni­um, Kup­fer, Gold, Sil­ber und Tan­tal. Die­se Metal­le wer­den für die Gehäu­se, Lei­ter­plat­ten, Bat­te­rien und ande­re Kom­po­nen­ten ver­wen­det.
  2. Kunst­stof­fe: Ver­schie­de­ne Arten von Kunst­stof­fen wer­den für die Gehäu­se und ande­re Tei­le des Han­dys ver­wen­det. Poly­car­bo­nat und ABS (Acryl­ni­tril-Buta­di­en-Sty­rol) sind häu­fig ver­wen­de­te Kunst­stof­fe.
  3. Glas: Han­dys haben in der Regel Dis­plays aus gehär­te­tem Glas, das wider­stands­fä­hig gegen Krat­zer ist.
  4. Elek­tro­ni­sche Kom­po­nen­ten: Han­dys ent­hal­ten eine Viel­zahl von elek­tro­ni­schen Kom­po­nen­ten wie Lei­ter­plat­ten, Mikro­chips, Spei­cher­bau­stei­ne und Sen­so­ren. Die­se bestehen aus ver­schie­de­nen Mate­ria­li­en wie Sili­zi­um, Kup­fer und Kera­mik.

Der genaue Mate­ri­al­ver­brauch vari­iert je nach Modell und Her­stel­ler. Es ist schwie­rig, eine genaue Men­ge anzu­ge­ben, da dies von vie­len Fak­to­ren abhängt, ein­schließ­lich der Grö­ße des Han­dys und der spe­zi­fi­schen Design­ent­schei­dun­gen des Her­stel­lers.

Es ist jedoch bekannt, dass die Her­stel­lung eines Han­dys mit einem hohen Ver­brauch an Res­sour­cen ver­bun­den ist. Dies umfasst den Abbau von Roh­stof­fen, den Ener­gie­ver­brauch bei der Pro­duk­ti­on und den Trans­port sowie die Ent­sor­gung am Ende der Lebens­dau­er des Geräts. Daher ist es wich­tig, dass Her­stel­ler und Ver­brau­cher sich für eine nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on und Nut­zung von Han­dys ein­set­zen, um den Mate­ri­al­ver­brauch zu redu­zie­ren und die Umwelt­aus­wir­kun­gen zu mini­mie­ren.

Ob man auf ein Han­dy ver­zich­ten kann, hängt von den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen und Umstän­den ab. In der heu­ti­gen Zeit sind Han­dys für vie­le Men­schen zu einem wich­ti­gen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel gewor­den und die­nen auch als Orga­ni­zer, Kame­ra, Musik­play­er und vie­les mehr.

Kann ich auf mein Handy verzichten?

Es gibt jedoch Situa­tio­nen, in denen man bewusst auf die Nut­zung eines Han­dys ver­zich­ten kann. Zum Bei­spiel wäh­rend eines Urlaubs oder einer Aus­zeit, um sich voll­stän­dig zu ent­span­nen und abzu­schal­ten. Auch in bestimm­ten Beru­fen oder Lebens­si­tua­tio­nen, in denen die Nut­zung von Han­dys nicht erlaubt oder unprak­tisch ist, kann man dar­auf ver­zich­ten.

Es muss jedoch auch fest­ge­stellt wer­den, dass Han­dys auch vie­le Vor­tei­le bie­ten kön­nen, wie den Zugang zu Infor­ma­tio­nen, die Mög­lich­keit zur schnel­len Kom­mu­ni­ka­ti­on und die Unter­stüt­zung im All­tag. Daher soll­te man bei der Ent­schei­dung, auf ein Han­dy zu ver­zich­ten, auch die mög­li­chen Ein­schrän­kun­gen und Nach­tei­le beden­ken.

Letzt­end­lich liegt es an jedem Ein­zel­nen, abzu­wä­gen, ob er auf ein Han­dy ver­zich­ten kann oder möch­te. Es gibt sicher­lich Mög­lich­kei­ten, den eige­nen Han­dy­kon­sum zu redu­zie­ren und bewuss­ter damit umzu­ge­hen, um eine gesun­de Balan­ce zwi­schen der Nut­zung von Tech­no­lo­gie und dem Bedürf­nis nach Ruhe und Ent­span­nung zu fin­den.

 

Über Manfred 46 Artikel
Mit der Natur eins sein und die Zusammenhänge besser verstehen.

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