Warum ignorieren Menschen den Klimakollaps?

Tornado - Klimakollaps

Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht angesichts der Bedrohung durch den Klimakollaps?

Immer wie­der fra­ge ich mich, war­um der Mensch und damit jeder Ein­zel­ne, den kom­men­den Kli­ma­kol­laps sieht und nur zöger­lich oder gar nicht han­delt. Es scheint, als ob wir uns in einem Teu­fels­kreis aus Bequem­lich­keit, Igno­ranz und Kurz­sich­tig­keit befin­den, der es uns schwer macht, die drin­gen­den Maß­nah­men zu ergrei­fen, die erfor­der­lich sind, um den Kli­ma­kol­laps ein­zu­däm­men. Wir wis­sen um die Kon­se­quen­zen unse­res Han­delns – oder Nicht-Han­delns – und den­noch fällt es uns schwer, aus unse­rer Kom­fort­zo­ne her­aus­zu­tre­ten und Ver­än­de­run­gen anzu­neh­men.

Viel­leicht liegt es dar­an, dass wir uns von der Grö­ße des Pro­blems über­wäl­tigt füh­len und glau­ben, dass unse­re indi­vi­du­el­len Anstren­gun­gen nicht aus­rei­chen, um einen Unter­schied zu machen. Viel­leicht sind wir auch von einer gewis­sen Resi­gna­ti­on erfasst ange­sichts der Träg­heit von Regie­run­gen und Unter­neh­men in Bezug auf den Kli­ma­schutz. Oder viel­leicht fehlt es uns ein­fach an dem nöti­gen Bewusst­sein für die Dring­lich­keit der Situa­ti­on.

Durch die jüngs­ten Anoma­lien, wie Jahr­hun­dert­hoch­was­ser im Ahrtal oder jetzt in Süd­deutsch­land, Tor­na­dos und Wald­brän­de, wird die Dring­lich­keit des Kli­ma­wan­dels immer deut­li­cher. Die­se extre­men Wet­ter­ereig­nis­se sind nicht mehr iso­lier­te Vor­komm­nis­se, son­dern Teil eines glo­ba­len Trends, der auf den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del zurück­zu­füh­ren ist. Trotz die­ser offen­sicht­li­chen Warn­zei­chen schei­nen vie­le Men­schen immer noch in einem Zustand der Lethar­gie oder Ver­leug­nung zu ver­har­ren. Davon ist nicht allein Deutsch­land, son­dern glo­bal auch La Pal­ma und die Kana­ren betrof­fen.

Folgende Punkte scheinen nach meiner Meinung die zutreffendsten zu sein:

  1. Kom­ple­xi­tät des Pro­blems: Der Kli­ma­wan­del ist ein äußerst kom­ple­xes Pro­blem, das vie­le ver­schie­de­ne Fak­to­ren umfasst, von der glo­ba­len Poli­tik bis hin zu indi­vi­du­el­lem Ver­hal­ten. Dies kann dazu füh­ren, dass Men­schen sich über­for­dert füh­len und nicht wis­sen, wo sie anfan­gen sol­len.
  2. Man­geln­de Hand­lungs­mög­lich­kei­ten: Ein­zel­ne Per­so­nen kön­nen das Gefühl haben, dass ihre Hand­lun­gen kei­nen signi­fi­kan­ten Ein­fluss auf die Bekämp­fung des Kli­ma­wan­dels haben. Dies kann zu einem Gefühl der Ohn­macht füh­ren.
  3. Nega­ti­ve Bericht­erstat­tung: Die stän­di­ge Bericht­erstat­tung über die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels in den Medi­en kann dazu bei­tra­gen, dass Men­schen sich hilf­los und hoff­nungs­los füh­len.
  4. Feh­len­der poli­ti­scher Wil­le: Wenn Regie­run­gen und Unter­neh­men nicht genü­gend Maß­nah­men ergrei­fen, um den Kli­ma­wan­del ein­zu­däm­men, kann dies das Gefühl ver­stär­ken, dass indi­vi­du­el­le Bemü­hun­gen wenig bewir­ken kön­nen.
  5. Zukunfts­ängs­te: Die Aus­sicht auf eine unsi­che­re Zukunft auf­grund des Kli­ma­wan­dels kann bei vie­len Men­schen Ängs­te und Sor­gen her­vor­ru­fen, die zu Hoff­nungs­lo­sig­keit füh­ren kön­nen.
  6. Oder es ist die ego­is­ti­sche Ein­stel­lung “nach mir die Sint­flut”.

Es ist an der Zeit, dass wir als Gesell­schaft kol­lek­tiv auf­wa­chen und Maß­nah­men ergrei­fen, um den Kli­ma­wan­del ein­zu­däm­men und uns an die sich ver­än­dern­den Umwelt­be­din­gun­gen anzu­pas­sen. Die Zeit für halb­her­zi­ge Ver­spre­chen und Lip­pen­be­kennt­nis­se ist vor­bei – es ist an der Zeit für kon­kre­te Taten und ent­schlos­se­nes Han­deln. Wir müs­sen gemein­sam dar­an arbei­ten, unse­re Lebens­wei­se nach­hal­ti­ger zu gestal­ten und die natür­li­chen Res­sour­cen unse­res Pla­ne­ten zu schüt­zen, bevor es zu spät ist. Jeder von uns trägt eine Ver­ant­wor­tung für die Zukunft unse­res Pla­ne­ten und es liegt an uns allen, die­se Ver­ant­wor­tung wahr­zu­neh­men und aktiv zum Schutz unse­rer Umwelt bei­zu­tra­gen.

Packen wir’s gemeinsam an!

Ich schrei­be hier und ver­brei­te mei­ne Mei­nung. Viel mehr kann ich als Indi­vi­du­um nicht machen. Wenn jedoch jeder nur etwas in sei­nem Bereich dazu bei­trägt, könn­te das wie bei den Amei­sen sein, die gemein­sam Gro­ßes errei­chen. Jede ein­zel­ne Amei­se trägt nur einen klei­nen Teil zum Bau des Amei­sen­hü­gels bei, aber durch ihre koor­di­nier­te Zusam­men­ar­beit ent­steht ein beein­dru­cken­des Bau­werk. Jeder Bei­trag zählt, sei es durch bewuss­ten Kon­sum, akti­ves Enga­ge­ment oder hier durch einen kur­zen Kom­men­tar. Auch Gast­bei­trä­ge sind will­kom­men!

Ein­fach taten­los zuse­hen und die Ach­seln zucken ist bestimmt kei­ne hilf­rei­che Alter­na­ti­ve! Wir sit­zen alle im glei­chen Boot.

Über Manfred 46 Artikel
Mit der Natur eins sein und die Zusammenhänge besser verstehen.

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