Was geschieht mit dem vielen Plastikmüll?

Strand - Plastikmüll

Plastikmüll im Meer: Eine alarmierende Menge von 8 Millionen Tonnen pro Jahr

Plas­tik­müll ist ein gro­ßes Pro­blem für unse­re Umwelt. Jedes Jahr wer­den Ton­nen von Plas­tik­ab­fäl­len pro­du­ziert, die oft nicht rich­tig ent­sorgt wer­den. Aber was pas­siert eigent­lich mit die­sem Plas­tik­müll?

Ein Teil des Plas­tik­mülls wird recy­celt. Das bedeu­tet, dass das Plas­tik ein­ge­schmol­zen und zu neu­en Pro­duk­ten ver­ar­bei­tet wird. Die­ser Pro­zess spart Res­sour­cen und redu­ziert die Men­ge an neu­em Plas­tik, das her­ge­stellt wer­den muss. Aller­dings ist das Recy­cling von Plas­tik nicht immer ein­fach. Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Kunst­stof­fen, die unter­schied­lich recy­cel­bar sind. Eini­ge Kunst­stof­fe kön­nen nur ein­mal recy­celt wer­den, wäh­rend ande­re mehr­fach recy­celt wer­den kön­nen.

Ein wei­te­rer Teil des Plas­tik­mülls lan­det in der Müll­ver­bren­nungs­an­la­ge. Dort wird der Müll ver­brannt und die ent­ste­hen­de Ener­gie zur Strom­erzeu­gung genutzt. Dies ist zwar eine Mög­lich­keit, den Müll los­zu­wer­den, aber es ent­ste­hen dabei auch schäd­li­che Emis­sio­nen wie CO₂ und gif­ti­ge Gase.

Sorgloser Umgang mit Plastik

Lei­der lan­det auch ein gro­ßer Teil des Plas­tik­mülls in der Natur oder im Meer. Vie­le Men­schen wer­fen ihren Müll ein­fach auf die Stra­ße oder in Flüs­se und Seen. Von dort aus gelangt er ins Meer, wo er gro­ße Schä­den anrich­tet. Tie­re ver­wech­seln den Plas­tik­müll oft mit Nah­rung und ster­ben dar­an oder lei­den unter den Fol­gen einer Ver­gif­tung.

In Euro­pa fällt eine enor­me Men­ge an Plas­tik­müll an. Laut Schät­zun­gen der Euro­päi­schen Umwelt­agen­tur (EEA) wur­den im Jahr 2018 ins­ge­samt etwa 27 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stoff­ab­fäl­le erzeugt. Das ent­spricht einem Durch­schnitt von etwa 55 Kilo­gramm pro Per­son pro Jahr.

Meeresverschmutzung wirkt wie ein Bumerang

Die Men­ge an Müll, die im Meer lan­det, ist alar­mie­rend hoch. Schät­zun­gen zufol­ge gelan­gen jedes Jahr etwa 8 Mil­lio­nen Ton­nen Plas­tik­müll in die Ozea­ne. Das ent­spricht einer LKW-Ladung pro Minu­te. Die­ser Müll stammt aus ver­schie­de­nen Quel­len, dar­un­ter Abfäl­le, die an Strän­den zurück­ge­las­sen wer­den, ille­ga­le Müll­ent­sor­gung auf See und Abwas­ser­ka­nä­le, die Plas­tik­ab­fäl­le ins Meer lei­ten.

Vogel

Unter den am häu­figs­ten im Meer befind­li­chen Gegen­stän­den aus Plas­tik lie­gen Plas­tik­fla­schen und ‑tüten, Essens­ver­pa­ckun­gen, Stroh­hal­me und Plas­tik­be­steck weit vor­ne.

Der Plas­tik­müll im Meer hat ver­hee­ren­de Aus­wir­kun­gen auf die Mee­res­um­welt. Vie­le Tie­re ver­wech­seln den Müll mit Nah­rung und ster­ben dar­an oder erlei­den Ver­let­zun­gen durch Plas­tik­tei­le. Die Ver­schmut­zung beein­träch­tigt auch die Öko­sys­te­me der Mee­re und gefähr­det die Arten­viel­falt. Auch in unse­rem Trink­was­ser oder in den Spei­se­fi­schen wird inzwi­schen Mikro­plas­tik gefun­den.

Um die­ses Pro­blem anzu­ge­hen, haben ver­schie­de­ne Orga­ni­sa­tio­nen und Regie­run­gen welt­weit Maß­nah­men ergrif­fen. Dazu gehö­ren das Ver­bot von Ein­weg­plas­tik­pro­duk­ten, die För­de­rung von Recy­cling und Wie­der­ver­wen­dung sowie Initia­ti­ven zur Rei­ni­gung der Mee­re.

Was kann jeder Einzelne dazu tun?

Um das Pro­blem des Plas­tik­mülls zu lösen, müs­sen wir alle unse­ren Bei­trag leis­ten. Wir soll­ten unse­ren Müll rich­tig tren­nen und recy­celn, sodass er nicht in der Natur lan­det. Außer­dem soll­ten wir auf den Gebrauch von Ein­weg­plas­tik ver­zich­ten und statt­des­sen auf wie­der­ver­wend­ba­re Alter­na­ti­ven set­zen. Es ist wich­tig, dass wir uns bewusst machen, dass Plas­tik­müll ein glo­ba­les Pro­blem ist und nur gemein­sam kön­nen wir eine Lösung fin­den.

Über Manfred 46 Artikel
Mit der Natur eins sein und die Zusammenhänge besser verstehen.

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